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Forschungsprojekte der Anatomie II

Im Institut werden Fragen zur Organisation und phylogenetischen Entwicklung des Zentralnervensystems mit Hilfe von systemischen, zellulären und molekularen Untersuchungen an funktionell gut charakterisierten neuronalen Schaltkreisen bearbeitet.

Ein Forschungsschwerpunkt des Instituts liegt auf dem circadianen System, das rhythmische Körperfunktionen generiert und an den Tag/Nacht-Wechsel anpasst. Das hohe phylogenetische Alter des circadianen Systems wurde durch verhaltensphysiologische und zellbiologische Untersuchungen am Lanzettfisch (Branchiostoma lanceolatum) nachgewiesen (Wicht, Schomerus, Korf).

Frau PD Dr. von Gall untersucht molekulare Mechanismen der Rhythmogenese und der Synchronisation im circadianen System der Maus. Mit Hilfe von in vivo und in vitro Experimenten wird geklärt, welche Signaltransduktionskaskaden im ausgereiften SCN durch Licht aktiviert werden. Darüber hinaus werden Synchronisationsmechanismen in der hypophysären Pars tuberalis, als Modellsystem eines peripheren Oszillators, analysiert.

Ein Forschungsprojekt von Frau Dr. Yasuo und Professor Korf befasst sich mit der Rolle von Endocannabinoiden in der Pars tuberalis, dem Hypophysenvorderlappen und dem mediobasalen Hypothalamus für die photoperiodische Steuerung der Gonadenaktivität. Diese in Zusammenarbeit mit dem Institut für Klinische Pharmakologie (Professor Geisslinger), durchgeführten Untersuchungen werden finanziell durch die Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung, Frankfurt am Main, und das LOEWE-Lipidforschungszentrum Frankfurt am Main unterstützt.
Unsere Untersuchungen zum Endocannabinoid-System im Pinealorgan der Ratte legen die Hypothese nahe, dass Endocannabinoide lipiderge Signalsubstanzen des sympathischen Nervensystems sein könnten.
In einem weiteren - durch das LOEWE-Lipidforschungszentrum Frankfurt am Main unterstützten Projekt - wird die Rolle von Endocannabinoiden bei der Sekundärschädigung durch exzitotoxische Läsion am Modell der organotypischen Schnittpräparation des Hippocampus der Ratte analysiert .

Die wissenschaftlichen Arbeiten von Professor Nürnberger verfolgen einen systemischen Ansatz am Gesamttier. Unter definierten natürlichen und experimentell hervorgerufenen Funktionszuständen (Schlaf-Wach-Zyklus, Schlafentzug, Winterschlafzyklus, Hypothermie) werden neuroendokrine Systeme in Zwischenhirn und Hirnstamm analysiert, die der Steuerung biorhythmischer Prozesse dienen.

 

geändert am 15. März 2011  E-Mail: WebmasterK.Lang@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 15. März 2011, 12:01
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb16/institut/zmorph/ana2/ags.html