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Arbeitsgruppe Prof. Dr. rer. nat. Jörg Stehle

Forschungsprojekt
Molekulare Mechanismen der Zeitmessung

Die Forschungen dieser Arbeitsgruppe befassen sich mit den molekularen Mechanismen der Zeitmessung in verschieden Zelltypen.

Hierbei steht die Kodierung und Dekodierung von Zeitinformation über transkriptionale Regulationsmechanismen in Neuronen und neuroendokrinen Zellen im Vordergrund. Hierbei dient das Nagerpinealorgan als ein klassisches Modellsystem zur Untersuchung einer Reiz-Antwort Beziehung.

Im Vordergrund steht dabei die Stimulus-induzierter Plastizität des cAMP Signaltransduktionsweges, vermittelt dessen Transkriptionsfaktoren CREB und ICER sowie den Produkten der sogenannten Uhrengene.

Zwei Schwerpunkte werden gegenwärtig in der Arbeitsgruppe intensiv beforscht:
Nachdem wir für die rhythmische Expression des Uhrengens Period1 in der hypophysären Pars tuberalis eine hetereologe Sensitisierung für den Neuromodulator Adenosin durch das Neurohormon Melatonin zeigen konnten (von Gall et al. (2002) Nature Neuroscience 5:234), beschäftigen wir uns nun mit der Rolle der weiteren, für eine Oszillatorfunktion wichtigen Uhrengenen in dieser Struktur.
Neben der Analyse deren zeitlicher Dynamik und Induzierbarkeit soll vor allem die Natur des Mittlers zwischen der Zeit dekodierenden Struktur der Pars tuberalis und der Adenohypophyse aufgeklärt werden.
Der gerade erbrachte Nachweis von Uhrengenen und deren Proteinprodukte im Hippocampus der Maus eröffnet die faszinierende Möglichkeit, dass diese Gruppe von Transkriptionsfaktoren in die neuronale Plastizität von Neuronen involviert sind.

 

geändert am 27. Oktober 2007  E-Mail: WebmasterK.Lang@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 27. Oktober 2007, 20:34
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb16/institut/zmorph/ana3/ag_stehle.html