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Ideenwettbewerb „Senckenberg-Brunnen“

 

Der Fachbereich Medizin und das Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität lobten anlässlich des 300sten Geburtstages von Johann Christian Senckenberg einen Wett­bewerb für Künstler, Architekten, Gestalter und ähnlich qualifizierte Berufsgruppen aus.

Gegenstand des Wettbewerbes waren Entwürfe für einen „Senckenberg-Brunnen“ und die Gestaltung eines bereits existierenden, öffentlichen, umfriedeten Raumes auf unserem Cam­pus, in dem der Brunnen aufgestellt werden soll.

Die Preisgelder bertrugen 7.500 Euro für den erstplazierten Entwurf, 5.000 für den Zweitpla­zierten und 2.500 Euro für den Drittplazierten.

Einsendeschluss war der 31. Oktober 2007. Die Preisverleihung fand im Dezember 2007 im Rahmen der Abschlussveranstaltung zum Senckenbergjahr statt, bei der auch die preisgekrönten Entwürfe und jene, die in die engere Auswahl kamen, im Senckenberg-Museum in Frankfurt ausgestellt wurden.

Zur Person von Johann Christian Senckenberg:
J. C. Senckenberg (1707-1772) war Arzt in Frankfurt. Er errichtete eine noch heute bestehende Stiftung, auf die das Bürgerhospital zu Frankfurt und das Pathologische und Anatomi­sche Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität (die beide seinen Namen tragen) zu­rückgehen. Kurze biographische Angaben zu Senckenberg finden sich an verschiedenen Orten im Internet, eine ausführliche (allerdings vergriffene) Biographie stammt von Bary, August de: Johann Christian Senckenberg (1707-1772). Sein Leben auf Grund der Quellen des Ar­chivs der Dr. Senckenbergischen Stiftung dargestellt. Frankfurt, Kramer, 1947. Neu erschienen hingegen ist von Thomas Bauer: Johann Christian Senckenberg. Frankfurt, Societäts-Verlag, 2007.

 

Gegenstand des Wettbewerbes / inhaltliche Kriterien:

Wir bitten um Entwürfe für einen „Senckenberg-Brunnen“ an einem vorgegebenen Ort.

Die Dr. Senckenbergische Pathologie am Fachbereich Medizin der Johann-Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Lagepläne des Campus bei: http://www.kgu.de/kgu/subsys/lageplan/plan_norm.asp) besitzt als Anbau ihres historischen (1907) Haupthauses einen kleinen, mit Sandsteinmauern umfriedeten, gartenartigen Platz, das zukünftige „Senckenberg-Gärtchen“ (Grundriß und Bemaßung siehe Abbildung 1, der Platz ist durch das in der Abbildung gekennzeichnete Stahltor hindurch, das an Werkta­gen meist offen steht, zu besichtigen). Jener Platz, in dessen Mitte ein Ahornbaum steht, des­sen Mauern von Wein, Efeu und Glyzinien bewachsen sind, und dessen Boden mit basaltenen Kopfsteinen gepflastert ist, soll in seinem Charakter und seiner Begrünung erhalten bleiben. Für das Folgende siehe auch Abbildungen (Fotos) 2-9.

Der Platz wird durch ein (momentan allerdings vernageltes, baufälliges) kleines Holztor hin­durch der Öffentlichkeit zugänglich sein. Dieses Tor muss erneuert werden. Der Platz grenzt über eine Mauer, eine Rampe und eine Treppe an den An-/Ablieferungsbereich der Pathologie – den „Hof“ in Abb. 1. Dort spielen sich Transporte, An- und Abfahrten von Bestattern ab. Der Sichtkontakt und der Durchgang zu diesem Bereich müssen durch eine Erhöhung der Mauer und durch Verschluss des Durchganges unterbrochen werden (dunkelbraune und rote Markierungen in Abb. 1). Zwei Fenster des Pathologischen Institutes öffnen sich direkt zu dem Platz hin. Jene sind durch Vergitterung gegen Einbrüche zu sichern. Unter den Fenstern befinden sich ein Schacht und eine Treppe, die zu einem Kellerzugang führt. Der Schacht ist momentan mit einem Geländer bewehrt. Auch der Zugang (Abgang) zu diesem Schacht muß gesichert werden, z.B. durch eine weitere Vergitterung.

All die oben genannten Einzelheiten sind bei den Entwürfen zu berücksichtigen, können auch in das künstlerische Konzept mit einbezogen werden. Hauptgegenstand ist jedoch der Ent­wurf eines Brunnens, der auf diesem Platz errichtet werden soll. Wir machen hierzu ledig­lich folgende Vorgaben:

1) Der Entwurf muss realisierbar sein.

2) Der Entwurf muss inhaltlich mit der Person von J. C. Senckenberg oder seiner Stiftung im Zusammenhang stehen.

3) Der Entwurf muss figürlich sein, wir wünschen ausdrücklich keine gänzlich abstrakten Objekte.

 

Formale Kriterien der Einreichung:

Die Entwürfe sind als maximal 2 Illustrationen im Format von minimal DIN A2, maximal aber DIN A0 auf Papier einzureichen. Reine Grund- oder Aufrisse („Baupläne“) sind nicht ausreichend, auch für den naiven Betrachter soll aus den Entwürfen ein Bild des Raumes/des Brunnens entstehen. Die Technik ist Ihnen freigestellt. Ausdrucke von digitalen Vorlagen sind ebenso willkommen wie klassische Zeichnungen. Bedenken Sie bitte, dass die Illustrationen nicht allzu fragil sein sollten, sie müssen handhab- und ausstellbar sein. Die Entwürfe sollten möglichst keinen oder nur wenig Text enthalten, es sei denn, der Text bezöge sich auf In­schriften o. ä. am Brunnen/dem Platz selbst bzw. auf knappe Kommentare zur jeweiligen An­sicht. Mit anderen Worten: die Abbildungen sollten weitestgehend selbsterklärend sein. Aus den Entwürfen darf die Identität des Einreichers/der Einreicherin NICHT hervorgehen, sie sind NICHT zu signieren oder mit Adressen zu versehen. Es können sowohl Einzelper­sonen als auch Gruppen Entwürfe einreichen.

Den eingereichten Abbildungen ist ein Begleitschreiben beizulegen, aus dem die Identität und die Kontaktadresse des Einreichers oder der Einreicherin hervorgeht. Wir (d. h., ein an der Auswahl nicht beteiligte/r Mitarbeiter/in der Universität) werden diese Schreiben und die Entwürfe mit einer Codenummer versehen, so dass sie einander zugeordnet werden kön­nen. Sie werden von uns eine Eingangsbestätigung samt dieser Codenummer erhalten.

 

Prämierung:

Die Prämierung wird von einer Kommission vorgenommen werden, die mit Universitätsmit­arbeitern, Mitgliedern unserer Aufsichtsgremien und Vorstände, Studierenden, Künstlern und Journalisten besetzt sein wird. Die Mitglieder dieser Kommission dürfen nicht am Wettbewerb teilnehmen.
De gustibus non est disputandum, der eigentliche Entschei­dungsprozess wird also notwendig ein wenig intransparent sein, jedoch wird im Rahmen der Preisvergabe eine Begründung geliefert werden.

 

Eigentumsrechte:

Die Entwürfe verbleiben im geistigen und materiellen Eigentum der Autoren, der Fachbereich Medizin und die Universitätsklinik erwerben jedoch das Recht, sie in eigenen Publikationen zu ver­wenden. Auf Anfrage werden wir Ihnen Ihre Entwürfe, sollte es sich um Originale handeln, zurücksenden. Die Einsender erklären sich mit der (unentgeltlichen) Ausstellung der Entwürfe im Senckenberg-Museum einverstanden.

 

Realisierung:

Der Senckenberg-Brunnen soll nicht nur entworfen, sondern auch realisiert werden, die Geld­geber hierfür müssen freilich noch gefunden werden. Der Fachbereich Medizin und die Universi­tätsklinik behalten sich vor, nicht notwendig die Realisierung eines der prämierten Entwürfe voranzutreiben, in Abhängigkeit von der Finanzierbarkeit können auch nicht-prämierte Ent­würfe der engeren Wahl zur Realisierung kommen. Im Falle der Realisierung eines der Ent­würfe werden wir mit den Autoren bezüglich ihres Honorars in Verhandlungen treten.

 

Rückfragen/Kontakt/Adresse:

Wir bitten Sie, von Rückfragen, besonders im Innern des Gebäudes des Institutes für Pathologie, das für Publikumsverkehr nicht eingerichtet ist, abzusehen. Der Hof und das „Gärtchen“ sind, wie oben schon gesagt, an Werktagen zu den normalen Arbeitszei­ten meist zugänglich.

Die Adresse für die Einsendung der Entwürfe lautet:

PD Dr. Helmut Wicht
Stichwort: Senckenberg-Brunnnen
FB Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Theodor-Stern-Kai 7
Dr. Senckenbergische Anatomie, Haus 27
D-60590 Frankfurt

Frankfurt am Main, im September 2007

 

Danksagung:

Wir danken der Theodor-Stern-Stiftung, die diesen Wettbewerb erst ermöglicht hat.

 

Abbildungen

Abb1

Abb. 1 - Grundriss

 

Abb2

Abb. 2 - Blick vom Hof in das "Gärtchen"

 

Abb3

Abb. 3 - Blick vom Innern des "Senckenberg-Gärtchens" auf dessen zukünftigen Eingang

 

Abb4

Abb. 4 - Blick vom "Gärtchen" in den Hof der Pathologie, über die zu erhöhende Mauer hinweg. Der Sichtkontakt zur Eingangstür des Sektionssaales (weiß) muss unterbrochen werden.

 

Abb5

Abb. 5 - Wie vorangehende, aber den zu erhaltenden Ahornbaum deutlicher zeigend.

 

Abb6

Abb. 6 - Blick aus dem Innern des "Gärtchens" auf die Erdgeschossfenster und den Kellerschacht

 

Abb7

Abb. 7 - Im  Innern des "Gärtchens", Blick auf die Rampe, Stamm des Ahornbaumes rechts im Bild

 

Abb8

Abb. 8 - Blick von außen auf den zukünftigen Eingang des "Gärtchens"

 

Abb9

Abb. 9 - Blick von außen zu den Erdgeschossfenstern der Pathologie

 

 

geändert am 07. März 2008  E-Mail: WebmasterK.Lang@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 07. März 2008, 14:07
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb16/institut/zmorph/neues/senck.html