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Fächerübergreifendes Unterrichtskonzept in der Vorklinik

Ein sehr wichtiges Merkmal des Studienplans ist die große Nähe von theoretischen und praktischen Lehrveranstaltungen. In der Vorlesung werden mit geringem Vorlauf diejenigen Stoffgebiete behandelt, die nach nur wenigen Tagen im Kurs bzw. Seminar in der Kleingruppe aufgearbeitet werden. Dieses Prinzip wird auch zwischen den Disziplinen verfolgt: Struktur – gelehrt in der Anatomie – wird mit Funktion – gelehrt in der Physiologie – und mit der stofflichen Grundlage – gelehrt in der Biochemie – zusammengeführt. Diese Zusammenarbeit schließt selbstverständlich die Biologie, Chemie und Physik sowie die Terminologie ein. Die naturwissenschaftliche Dimension der Biologie des Menschen wird durch die psychosozialen Grundlagen der medizinischen Psychologie und der medizinischen Soziologie ergänzt. Einblicke in die ärztliche Tätigkeit mit der Unterweisung in grundlegenden Untersuchungstechniken werden durch die Kolleginnen und Kollegen der Allgemeinmedizin und der klinischen Zentren vermittelt. Dieses fächerübergreifende Unterrichtskonzept erfordert eine ständige Kooperation der Beteiligten.

Die Analyse integrativer Systeme im 4. Semester stellt eine weitere erhebliche Verbesserung im Medizinstudium dar. Dabei wird im Rahmen von Seminaren unter Anleitung der Lehrenden aller beteiligten Disziplinen die Integration der bisher gelernten Einzeldaten geübt. Durch eine Verminderung der anwesenheitspflichtigen Veranstaltungen kurz vor dem 1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung wird den Studierenden mehr Zeit für die eigene Vorbereitung auf dieses Examen eingeräumt.

Der Studienplan erlaubt es, die Fülle von Einzeldaten sinnvoll und gezielt zu einem Gesamtbild der "normalen Biologie des Menschen" zusammenzufügen und damit eine ideale Grundlage für das weitere klinische Studium zu schaffen.

Die Prüfungsergebnisse belegen den großen Erfolg des neuen Curriculums. Zurückzuführen ist dies auf eine bessere Vorbereitung auf die Prüfungen sowie weniger unsinnige und mehr gewollte Redundanzen. Beleg für den Erfolg sind die wesentlich besseren Ergebnisse bei den bundeseinheitlichen Prüfungen am Ende der Vorklinik (1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, auch "Physikum"). So ist in den letzten Jahren die Misserfolgsquote deutlich geringer ausgefallen und die Referenzgruppe (Studierende im Regelsemester) hat sich etwa verdoppelt. Bei der ersten bundesweiten Durchführung des 1. Abschnitts der Ärztlichen Prüfung belegte Frankfurt mit einer Nichtbestehensquote von 3,4% einen der vorderen Plätze. Außerdem ist eine intensivere Identifikation mit dem Fachbereich zu verzeichnen.

 

geändert am 28. November 2013  E-Mail: Vorklinikvorklinik@kgu.de

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Druckversion: 28. November 2013, 16:19
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb16/stud_med/curriculum/unterrichtskonzept/index.html