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QB 13: Palliativmedizin

Der Querschnittsbereich 13 wird von den Hochschullehrerinnen und –lehrern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Universitären Zentrums für Tumorerkrankungen (UCT) organisiert.

Vorlesung Palliativmedizin

Die Vorlesung Palliativmedizin ist für das 2. bzw. 3. klinische Semester (immer nur in einem Wintersemester) vorgesehen.

Zeit und Ort

Montag    11.00 - 13.00 Uhr

Haus 22, Hörsaal 1, bei Bedarf mit Übertragung in Hörsaal 22-2

Organisation

Entsprechend der Definition der WHO (2002) ist Palliativmedizin ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen. Dieser Verbesserungsansatz funktioniert:
  • durch Vorbeugen und Lindern von Leiden
  • durch frühzeitiges Erkennen, Einschätzen und Behandeln von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden, körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art
In Anlehnung an die Definition der WHO formulierte 1994 die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. das Anliegen der Palliativmedizin:
  • Die Palliativmedizin widmet sich der Behandlung und Begleitung von Patientinnen und Patienten mit einer nicht heilbaren, progredienten und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung.
  • Die Palliativmedizin bejaht das Leben und sieht das Sterben als einen natürlichen Prozess an. Sie lehnt aktive Sterbehilfe in jeder Form ab.
  • Die Palliativmedizin arbeitet multiprofessionell und basiert auf der Kooperation der Ärztinnen und Ärzte verschiedener Disziplinen mit anderen Berufsgruppen, die in der ambulanten und stationären Betreuung unheilbar Kranker tätig sind.

Lernziele

Die Vermittlung von Palliativmedizin soll die Studenten über die wesentlichen Elemente einer palliativmedizinischen Versorgung informieren.

Ziele sind:
  • zu verdeutlichen, dass ärztliche Behandlung mehr umfasst als Diagnosestellung und Heilung. Der Erkrankte soll in seiner Ganzheit wahrgenommen, betreut und behandelt werden.


  • zu vermitteln, dass es wichtig und möglich ist, auch bei einer fortschreitenden Erkrankung Therapieziele zu definieren und diese je nach Krankheitsstadium und Patientenwillen sehr unterschiedlich zu gestalten und im Verlauf einer Erkrankung zu ändern


  • zu vermitteln, welche medikamentösen und nichtmedikamentösen Behandlungen belastende Beschwerden (Schmerzen und andere Symptome) lindern.


  • bewusst zu machen , dass die Qualität der ärztlichen Arbeit nicht allein durch wissensbezogene Qualifizierung verbessert wird, sondern gleichermaßen durch eine erweiterte Kompetenz zu kommunizieren, in einem Team zu arbeiten und ethische Fragestellungen zu berücksichtigen und Anhaltspunkte zu geben, wie dies in einem Klinikalltag umsetzbar ist


  • zu verdeutlichen, dass die palliativmedizinische Betreuung von Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen ein Prozess ist, in dem es nicht ausschließlich um Krisenintervention, sondern ebenso um eine vorausschauende, vorsorgende Behandlung und Begleitung geht


  • zu vermitteln, dass Betreuung und Behandlung an den individuellen Bedürfnissen, Wün-schen und Wertvorstellungen der Patientinnen und Patienten und ihrer Nächsten orientiert werden müssen.


  • bewusst zu machen, dass eine kompetente Betreuung Schwerkranker und Sterbender besser gelingen kann, wenn die Behandelnden ihre Einstellung zu Krankheit, Sterben, Tod und Trauer reflektieren sowie ihre eigenen Grenzen wahrnehmen können.


Vor allem soll die Vorlesung Mut machen, dass die Betreuung von Palliativpatienten für jeden erlernbar ist und eine große Bereicherung für die eigene Tätigkeit darstellt.

Durchführung

Die Vorlesung wird unter Beteiligung von Mitarbeitern unseres berufsgruppenübergreifenden Teams gestaltet und soll neben dem Faktenwissen v.a. helfen, eigene Ressourcen zu entdecken und Kompetenz zu entwickeln.
Patientenbeispiele und gemeinsame Besprechungen stellen deshalb ein wesentliches Element dar. Wenn möglich werden wir Ihnen auch Patienten in der Vorlesung vorstellen.

Themenübersicht

  • Grundlagen der Palliativmedizin: Begriff, Interdisziplinarität, Strukturen im deutschen Gesundheitssystem – wozu ist Palliativmedizin gut?
  • Behandlung von Schmerzen und anderen belastenden Symptomen (zum Teil wird auf die Inhalte der Hauptvorlesungen verwiesen)
  • Psychosoziale Aspekte
  • Ethische und rechtliche Fragestellungen
  • Kommunikation
  • Teamarbeit und Selbstreflexion

 

geändert am 02. Dezember 2010  E-Mail: Dekanat KlinikDekanat.Klinik@kgu.de

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Druckversion: 02. Dezember 2010, 15:40
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb16/stud_med/klinik/fach/qb13/index.html